In dem folgenden Video können Sie der Schauspielerin Emily O’Brien zuhören, die Ihnen die neuesten Möglichkeiten von Image Metrics erklärt.
Image Metrics ist eine Firma aus Santa Monica/Kalifornien, die auf digitale Gesichts-Simulation spezialisiert ist und mit ihrem “Emily-Projekt” die Latte für computergenerierte Animationen zweifellos höher gelegt hat.
Sie sollten der hübschen Dame also ganz genau zusehen – besonders wenn bei Minute 1:30 die echte Emily eingeblendet wird:
“Emily” ist ein internes Projekt von Image Metrics, das erst im März 2008 startete und von acht Mitarbeitern in Teilzeit vollendet wurde. Umso erstaunlicher ist das überaus realistische, geradezu unheimliche Ergebnis.
Lesen Sie mehr über den Entstehungsprozess und verpassen Sie nicht das “Making of Emily“-Video…
Bei Image Metrics hatte man sich nichts weniger zum Ziel gesetzt, als ein absolut identisches Gesicht zu erstellen und zu animieren.
Zunächst entwickelten die Experten ein Computer-Script für die Animationen, danach wurde Emily O’Briens Kopf gescannt, in ein 3D-Modell umgewandelt und mit äußerst detailreichen Texturen und Normal-Maps versehen.
Schon allein der fertig modellierte Kopf wirkt täuschend echt.
Um die komplexen Gesichtsbewegungen der Schauspielerin in die Tat umzusetzen, kam schließlich das neu entwickelte Script zum Einsatz.
Das Besondere ist, dass hier nicht das herkömmliche “Motion-Capturing”-Verfahren angewandt wird, sondern eine Videokamera die Actrice aufnimmt und diese Videodaten dann von der Image Metrics Software 1:1 in Animationsdaten umgerechnet werden.
Einen näheren Einblick bietet das “Making of Emily”-Video:
Die Software zeigt zwar laut Entwickler noch an manchen Stellen leichte Schwächen, wirkt aber schon so ausgereift, dass ich mich frage, wann diese Technologie im Normal-Verbraucherhaushalt Einzug hält.
Stichwort Computerspiele oder Kinofilme.
Natürlich auch in der Werbung, wo das Ende für die ganzen kläglichen Telefon- und Elektronikmarkt-Figüren allmählich gekommen zu sein scheint – hoffentlich.